12 Der Kader Kapitän Kenan Karaman (rechts) ist in der Offensive gesetzt. Eine Auswahl von 35 Profis In den vergangenen Monaten hat sich auf Schalke personell viel verändert tion. Auf den Außenbahnen sorgten Adrian Gantenbein rechts und Vitalie Becker links ebenfalls für Stabilität. Die Verletzungen von Adrian Gantenbein und Vitalie Becker zum Rückrundenstart in Berlin zwangen Miron Muslić jedoch zum Systemwechsel. Beim Auswärtsspiel in Bochum stellte er erstmals in dieser Saison auf eine Viererkette um. „Wenn du keine Wingbacks hast, kannst du nicht mit Wingbacks spielen“, erklärt er. Die Viererkette bleibe eine Option für die Wer erinnert sich noch an Ilyes Hamache, Derry John Murkin oder Pape Meïssa Ba? Noch in der vergangenen Saison standen sie im Zweitliga-Kader des FC Schalke 04, inzwischen spielen sie für andere Klubs. Sie wurden verliehen, verkauft oder schlicht abgegeben. Sie sind nur drei von vielen. Insgesamt 16 Spieler, die in der Saison 2024/25 für Schalke im Einsatz waren, tauchen auf den Abgangslisten der vergangenen beiden Transferperioden auf. Dem gegenüber stehen im selben Zeitraum insgesamt 14 Zugänge, darunter zwei Rückkehrer: Henning Matriciani und Bryan Lasme heuerten nach Leihen wieder in Gelsenkirchen an, sind aktuell jedoch verletzt. Vier neue Spieler kamen im Sommer, drei nach Saisonbeginn und fünf im Winter. Seit dem 2. Februar, dem Tag nach Ablauf des Deadline Days, umfasst der Profikader der Königsblauen insgesamt 35 Spieler. Darunter befinden sich vier Torhüter, zwölf Abwehrspieler, zehn Mittelfeldakteure und neun Stürmer. Einige von ihnen, wie Dylan Leonard, Ayman Gulasi und Emil Højlund, werden verletzungsbedingt in dieser Saison wohl keine Rolle mehr spielen. Tor Im Winter kam es zu einem Tausch: Justin Heekeren verließ den Klub, Kevin Müller kam. An der Hierarchie änderte das nichts. Der 35-Jährige wurde als erfahrener Backup für den gesetzten Loris Karius verpflichtet. Sollte Loris Karius ausfallen, hätte Trainer Miron Muslić mit dem Heidenheimer Aufstiegshelden von 2024 eine verlässliche Alternative. Abwehr Miron Muslić setzte in der Hinrunde und zu Beginn der Rückrunde konsequent auf eine Dreierkette. Mit Erfolg. Nur zehn Gegentore in den ersten 18 Saisonspielen sprachen für eine besondere Qualität in der Defensive. Selbst der wochenlange Ausfall von Timo Becker konnte kompensiert werden. Nikola Katić, Hasan Kurucay und Mertcan Ayhan bildeten in Abwesenheit des ehemaligen Kielers ein funktionierendes Trio in der Innenverteidigung, ergänzt durch Felipe Sanchez als zusätzliche OpZukunft: „Dass wir vielleicht ein, zwei Spiele brauchen, bis wir uns da finden, nehme ich in Kauf“, fügt Schalkes Coach hinzu. „Lieber jetzt, als in den letzten fünf Spielen in den Panikmodus zu verfallen.“ Mittelfeld Im defensiven Zentrum überzeugten Soufiane El Faouzi und Ron Schallenberg in der Hinrunde. Mit Dejan Ljubičić von Dinamo Zagreb und Adil Aouchiche vom FC Aberdeen kamen im Winter zwei Spieler hinzu, die sowohl defensiv als auch offensiv eingesetzt werden können und den Konkurrenzkampf deutlich verschärfen. Offensive Zwei Positionen scheinen in der Offensive gesetzt: durch Kapitän Kenan Karaman und durch Edin Džeko. Für den dritten Platz im Angriff kommen neben Dejan Ljubičić und Adil Aouchiche auch Christian Gomis und Moussa Sylla in Betracht. Christopher AntwiAdjei und Bryan Lasme hatten in der Hinrunde einige gute Momente, fallen derzeit aber verletzt aus. Kaderpolitik und Konsequenzen Mit den Winterverstärkungen hat Schalke unmissverständlich klargemacht, dass das Ziel nur der Aufstieg in die Bundesliga sein kann. Der Konkurrenzkampf ist intensiver denn je. Einige Spieler werden das wohl nachteilig zu spüren bekommen. Für Akteure wie Max Grüger, Peter Remmert, Anton Donkor und Jannik Bachmann, die schon in der Hinrunde keine Stammspieler waren, sind die Einsatzchancen jedenfalls nicht gestiegen. Andreas Gora/dpa
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