Endlich Zeit füreinander: Der Urlaub mit der ganzen Familie macht‘s möglich. Alle unter einem Dach Mehrgenerationenreisen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Welche Vorteile sie bieten und worauf bei der Planung zu achten ist. Auch sollten Eltern nicht selbstverständlich davon ausgehen, dass Oma und Opa allzeit zum Babysitten parat stehen, sondern fragen, ob und in welchem Umfang sie dazu bereit sind. Budget festlegen Welches Budget steht für Anreise, Unterkunft, Verpflegung und Ausflüge zur Verfügung? Wer übernimmt welche Kosten? Es gibt kaum Unerfreulicheres als Streit ums liebe Geld. Deswegen ist es sinnvoll, auch hier schon bei der Planung für Transparenz zu sorgen, verbindliche Vereinbarungen zu treffen – und diese auch einzuhalten. Die Wahl der Unterkunft Mit Urlaub verbinden wir meist die Vorstellung von Sonne und blauem Himmel. Doch wer schon einWenn Großeltern, Eltern und Kinder die schönste Zeit des Jahres gemeinsam verbringen, nennt man das Mehrgenerationenurlaub, neudeutsch auch „MultiGen“-Trip. Immer mehr Familien nutzen diese Form des Reisens, um den Zusammenhalt zu stärken, gemeinsame Erlebnisse zu schaffen und intensiv Zeit miteinander zu verbringen, die man im Alltag nur selten hat. Darüber hinaus haben Familienreisen auch praktische Vorteile. Zum Beispiel profitieren Eltern davon, dass sie die Kinderbetreuung in den Urlaub mitbringen – nämlich die Großeltern, sofern sich diese dazu bereit erklären. Außerdem kann man mit mehreren Personen die Unterkunft großzügiger planen und statt Hotelzimmern ein geräumiges Ferienhaus buchen, das vielleicht erst erschwinglich wird, wenn die Kosten auf mehrere Schultern verteilt werden. Ist eine Kreuzfahrt geplant, profitieren gemeinsam urlaubende Generationen von Angeboten wie Familiensuiten, die Nähe, aber auch die erforderliche Privatsphäre gewährleisten. Wer lieber an Land bleibt, ist vielleicht in einem All-inclusive-Resort gut aufgehoben, das ein Aktivangebot für alle Generationen bietet. Wenn der Nachwuchs den Tag im Wasserpark verbringt, wandern oder surfen die Eltern, während die Großeltern bei Ausflügen Kultur, Land und Leute erkunden. Bei den gemeinsamen Mahlzeiten haben dann sicher alle viel zu erzählen. Vorausschauend planen Stadt oder Land? Berge oder Meer? Hotel oder Ferienwohnung? Selbst kochen oder Vollpension? Sonne satt oder lieber Coolcation, also Urlaub in einer klimatisch gemäßigten Region? Damit der Familienurlaub gelingt und alle auf ihre Kosten kommt, ist es wichtig, im Vorfeld zu besprechen, welche Vorstellungen jeder einzelne hat. Das betrifft das Reiseziel ebenso wie den Tagesrhythmus, gemeinsame und individuelle Aktivitäten sowie den Komfortanspruch. Während zum Beispiel ein Campingurlaub für Kinder und Eltern verlockend sein mag, haben die Großeltern möglicherweise höhere Ansprüche an Bequemlichkeit. Wer in den Ferien gern ausschläft, fühlt sich von Frühaufstehern schnell gestört. Und während mancher erwartet, dass bei gemeinsamen Reisen auch alles gemeinsam unternommen wird, benötigt das Gegenüber regelmäßig Zeit für sich. All das sollte offen besprochen werden, um Enttäuschungen am Ziel zu vermeiden. Von Claudia Brück mal eine längere Schlechtwetterphase mit mehreren Menschen auf engem Raum durchlebt hat, weiß, was Lagerkoller ist. Daher sollte besonders beim Mehrgenerationenurlaub auf genügend Platz mit Rückzugsmöglichkeiten geachtet werden. Ferienhäuser mit separaten Schlaf- und Badezimmern bieten mehr Privatsphäre als ein Hotelzimmer. Bei abweichenden Vorstellungen könnte eine Hybridlösung ideal sein: zum Beispiel der Campingplatz mit Hotelanschluss oder das Ferienhaus in einer Anlage mit Halb- oder Vollpension. Wie sieht es mit der körperlichen Fitness der ältesten Mitreisenden aus? Benötigen sie Aufzüge, ebenerdige Duschen, kurze Wege zum Strand oder Restaurant oder möglicherweise sogar ärztliche Versorgung? Auch das ist entscheidend bei der Wahl des Domizils. Für Familien mit Kindern sind Spielmöglichkeiten und eine kinderfreundliche Umgebung nämlich essenziell. Tagesgestaltung Wie viel Zeit soll der ganzen Familie gehören, welchen Raum sollen individuelle Aktivitäten bekommen? Wer sich vorab über die Möglichkeiten vor Ort informiert, kann gemeinsame Aktivitäten ebenso planen wie altersspezifische Angebote. Zum Beispiel den Freizeitpark- oder Museumsbesuch für alle, den Tauch- oder Fitnesskurse für die Eltern, das (betreute) Kinderprogramm und die Fahrrad- oder Sightseeing-Tour für die Großeltern. Übertreiben sollte man es mit der Programmgestaltung jedoch nicht – Leerlauf kann vor Ort noch nach Lust und Laune genutzt werden und vermeidet Stress. Foto: Getty Mehrgenerationenurlaub
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