Hardy Krüger 2014 beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Dortmund im Rathaus. Foto: dpa/picture alliance (4) „Das Schönste in meinem Leben waren die Begegnungen mit Menschen“ Hardy Krüger äugig war“, berichtete er. „Außerdem hat mich gestört, dass mir gesagt wurde, es habe keinen deutschen Widerstand gegeben. Das hab ich mir verbeten.“ Früher lebte Hardy Krüger für und von seinen Rollen – eher selten für seine Familie. Seine letzten Jahre jedoch erlebte Krüger, der Entdecker, der Weltenbummler und Weltbürger, als Mahner und Warner vor Rechtsradikalismus und gegen das Vergessen des Nationalsozialismus. Äußerst bestimmt erinnerte er sich und andere dann an Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, zitierte er und betonte: „Da steht nicht drin: Die Würde des deutschen Menschen ist unantastbar. Also ist auch die Würde der Flüchtlinge unantastbar. Sein Leben hätte für zwei, ach was, für drei oder sogar vier gereicht, gleich der Zahl seiner Vornamen. „Das Schönste in meinem Leben waren die Begegnungen mit Menschen, mit Menschen jeglichen Glaubens, jeglicher Religion, jeglicher Hautfarbe“, hat Krüger schon vor Jahren beim Talk mit Reinhold Beckmann (ARD) gesagt. Nun fehlt nicht nur der Zeitzeuge, der begnadete Erzähler, sondern vor allem auch der Mensch Hardy Krüger. Glücklich jene, die ihm begegnen durften – klug die vielen anderen, die ihn und seine Gedanken nicht vergessen mögen. 28
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