DER WAHL- HAMBURGER „Ich habe diese Stadt einfach gern“, sagte Hardy Krüger einmal. Jahrzehntelang war die Wohnung in der Hansestadt sein Standbein in Europa TEXT: ANIKA RIEGERT, BERNDT RÖTTGER 2003: Hardy Krüger lässt seinen Blick über die Hamburger Binnenalster schweifen. Foto: dpa/picture alliance Er trägt Jeans und einen legeren Wollpulli, als er an diesem Mittag die Tür zu seiner Wohnung in Alsternähe öffnet. Frau Anita, liebevoll „Love“ genannt, bietet Kaffee und Tee an, dann geht es zum Gespräch auf die Couch. Ein schnelles Porträtfoto ist erlaubt, der Rest ist privat. Hollywood-Schauspieler Hardy Krüger hatte es auf diese Weise geschafft, sich ein Leben abseits der Öffentlichkeit zu erhalten. Weder in seinem Blockhaus in der Nähe von Los Angeles noch hier in Hamburg hatte das Paar Angestellte. „Aufräumen, einkaufen, kochen – wir machen alles selbst“, sagte Hardy Krüger beim Hausbesuch der Abendblatt-Reporterin 2007. Sogar in der Zeit, als sie mit dem Schreiben ihrer Bücher beschäftigt waren. Als Anita Krüger ihren Roman „Aufatmen“ (Verlag Lübbe) verfasste, beglückte ihr Mann sie mit Bauernfrühstück und Erbsensuppe. Als Hardy Krüger die Texte für „Die andere Seite der Sonne“ (Verlag Lübbe) tippte, sorgte seine Frau für einen funktionierenden Alltag. Harmonie pur. Und das nach mehr als 30 Ehejahren. Wie das geht? „Wir sind vorsichtig mit Kritik, haben Respekt vor dem an37
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