deren“, so Hardy Krüger, der bereits zweimal verheiratet gewesen ist. Die Fotografin Anita, gebürtige Amerikanerin, lernte er in Israel kennen. Seitdem sind die zwei unzertrennlich, haben einen Großteil der Erde gemeinsam bereist. Und durch die unterschiedlichen Kulturen und Begegnungen ihren ganz individuellen Glauben gefunden. Wie dieser aussieht, hat der Schauspieler einem sich um Krügers Glauben sorgenden Priester einmal folgendermaßen demonstriert: In seiner Cessna flog Hardy Krüger den Gottesmann an einem klaren Wintertag über das Schweizer Sankt-Gotthard-Massiv. Dann stellte er den Motor ab, um im Gleitflug das Rhonetal zu erreichen. Dem Priester sei das Herz in die Hose gerutscht, plötzlich habe er ganz irdische Furcht verspürt. Hardy Krüger habe daraufhin gesagt: „Sehen Sie, diese Stille und Schönheit der Natur. Das ist mein Gott.“ Damit war die Sache geklärt. Nach Hamburg kam Krüger in jungen Jahren, als Statist begann er zunächst am Schauspielhaus. Er wohnte als junger Familienvater in Lemsahl und kaufte in den 70er-Jahren eine Wohnung an der Außenalster. Warum? „Ich habe diese Stadt einfach gern“, sagt er 1978 dem Abendblatt-Reporter Eberhard von Wiese. „Den Geburtsort Berlin habe ich mir nicht ausgesucht. Dass ich in Bayern aufgewachsen bin, war nicht meine Entscheidung. Aber als ich mit 17 Jahren nach Hamburg ging, war das meine Wahl. Deutschland ist meine Heimat, und in Hamburg bin ich zu Hause“, sagte Krüger 1988 dem Hamburger Abendblatt. Mindestens zweimal im Jahr besuchte Krüger die Elbstadt. Aber er hielt auch aus der Ferne den Kontakt nach Hamburg: 1988 telefonierte eine Abendblatt-Reporterin mit Hardy Krüger in Australien, um ein kurzes Interview zur „Weltenbummler“-Serie zu machen. Das Telefongespräch war erst kurze Zeit beendet, da traf ein Brief von Hardy Krüger ein: „Das Weltenbummler-Team schickt den Abendblatt-Lesern die besten Grüße. Mit etwas Glück und Hardy Krüger auf dem Balkon des Hamburger Rathauses. Foto: dpa/picture alliance 38
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