Rückenwind holt das kleine Postflugzeug, das meistens einmal in der Woche hier am Bullo River (Australien) landet, diese Zeilen ab.“ Das kleine Postflugzeug war schneller, als Hardy Krüger sich das vorstellen konnte! Aber Hardy Krüger engagierte sich auch politisch in Hamburg: Als 2001 der Rechtspopulist Ronald Schill zur Bürgerschaftswahl antrat, erhob Krüger mit 60 anderen Künstlern seine Stimme gegen den rechten Politiker und die von ihm gegründete Partei. Die Künstlerinitiative machte Front „gegen die rechten Rhetoriker, damit Hamburg weltoffen bleibt“. Als Bürgermeister Ole von Beust (CDU) dann 2003 aus der Regierung Schill herauswarf, forderten die Künstler Neuwahlen. „Wir plädieren für Neuwahlen, damit die Hamburger den Weg aus dieser Krise selbst bestimmen können“, schrieben die Künstler im August 2003. Zu den Unterzeichnern gehörten neben Hardy Krüger die Schauspieler Will Quadflieg, Judy Winter, Volker Lechtenbrink und Jörg Pleva, die Intendanten Louwrens Langevoort, Tom Stromberg, Isabella Vértes-Schütter, die Musiker Gottfried Böttger und Michael Naura, die Schriftstellerinnen Jutta Heinrich, Peggy Parnass sowie Museumsdirektor Prof. Gernot Krankenhagen und Kabarettist Hans Scheibner. Bei den dann tatsächlich folgenden Neuwahlen 2004 erhielt SPD-Bürgermeisterkandidat Thomas Mirow prominente Unterstützung für seinen Wahlkampf von Künstlern und Unternehmern. Hardy Krüger begründete sein Engagement für die SPD damals mit den Ereignissen, die mit dem Namen von Ex-Innensenator Ronald Schill und dessen Rauswurf aus dem Senat verbunden waren. „Es wird höchste Zeit, dass die Würde nach Hamburg zurückkehrt. Dem Spuk im Rathaus muss ein Ende bereitet werden“, sagte der Schauspieler. Basierend auf Texten aus dem Hamburger Abendblatt vom 14. April 1979 , 31. August 1988 , 29. Oktober 2007 39
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