Berliner Morgenpost Club | Hardy Krüger

Eigentlich ist er Schauspieler. Und Biertrinker, wenn man der Werbung glauben darf. Er selbst jedoch möchte am liebsten als „Geschichtenerzähler“ gelten. Denn seit 1970 schreibt der „Weltenbummler“ Hardy Krüger (62) Bücher. Besonders gern Romane. Sein jüngstes Werk ist jetzt gerade erschienen: „Frühstück mit Theodore“ (Gustav Lübbe Verlag, 208 S., 39 D-Mark). Darin geht es um einen Mann, der auf der Suche nach sich selbst ist. Das Abendblatt sprach mit dem Autor, der einst Hamburg verließ, um sein Glück in der großen weiten Welt zu finden. Hamburger Abendblatt: Herr Krüger, Sie sind als Schauspieler ein Star und haben seit Jahren mit der Fernsehserie „Weltenbummler“ Erfolg. Warum schreiben Sie auch noch Bücher? Hardy Krüger: Weil das eigentlich in erster Linie mein Beruf ist. Dies ist immerhin schon mein achtes Buch. Ich schreibe einfach gerne Bücher. Sie selbst bezeichnen sich also als Schriftsteller ... Ich mag das Wort nicht, „Schriftsteller“ ist ein hässliches Wort. Was wäre Ihnen denn lieber? Schreiber, eigentlich bin ich ein Geschichtenerzähler, mit und ohne Schreibmaschine – und im Moment mit der Fernsehkamera. Ihre Erzählweise wirkt auch sehr filmisch. Die Dialoge sind von der gleichen Laxheit, die man aus Ihrer Fernsehserie kennt. Ist 1990 befragte das Abendblatt den „Geschichtenerzähler“ Hardy Krüger zu seinem damals schon achten Buch: „Frühstück mit Theodore“. TEXT: MATTHIAS GRETZSCHEL „Schriftsteller ist ein hässliches Wort“ 57

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