Was verbindet Sie heute mit Afrika? Ich fahre jedes Jahr hin. Nicht zu meiner Farm, das tut zu sehr weh, denn ich konnte sie wirtschaftlich nicht halten und habe sie darum meinen afrikanischen Arbeitern geschenkt. Aber im Moment betrachte ich Afrika mit großer Sorge, und ich weiß nicht, wie ich helfen kann. Das trifft nicht auf Südafrika und Namibia zu, und auch Tansania hat es besser verstanden, mit den Problemen fertigzuwerden, aber als Journalistin wissen Sie selbst, was in Afrika zurzeit vor sich geht. Sie selbst wohnen inzwischen in Hamburg und Kalifornien. Gibt es einen Ort, an dem Sie sich zu Hause fühlen? Ich kenne in dem Zusammenhang zwei verschiedene Begriffe. Meine Heimat ist Berlin, wo ich geboren und aufgewachsen bin. Zu Hause ist da, wo man es sich einrichtet. Wir haben ein Zuhause an der Außenalster in Hamburg, schöner geht es ja gar nicht, und ein schönes Zuhause in Kalifornien. Sie sind mittlerweile 84 Jahre alt. Ruhestand ist für Sie ein Fremdwort, oder? Krüger: Ja, was soll ich da?! Erschienen im Hamburger Abendblat am 26. Juli 2012 Der Felsen „Lange Anna“ ist das wohl bekannteste Wahrzeichen Helgolands. Foto: Imago 75
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