Standort38 #152

Impuls „Der Mensch muss da sein, um zu denken“ STANDORT38 August 2025 Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, den Gesundheitssektor zu revolutionieren – von der Diagnostik bis zur Therapie ▶ Von Gesa Lormis Privatdozentin Dr. Alina Dahmen, seit vier Jahren als medizinische Direktorin am Klinikum Wolfsburg, sieht noch einen weiteren Aspekt: KI kann Mitarbeitende von administrativen Aufgaben befreien und ihnen Zeit fürs menschliche Miteinander geben. Als Fachärztin für Kardiologie, Innere Medizin und Notfallmedizin, mit einem Masterabschluss in Medizinökonomie und Habilitation im Bereich Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin, sieht sie den aktuellen Transformationsprozess aus verschiedenen Perspektiven. Moderne Patientenversorgung ist eine Herausforderung – für die jetzt Grundlagen geschaffen werden. Frau Dr. Dahmen, als medizinische Direktorin haben Sie vielfältige Aufgaben im Klinikum Wolfsburg. Welche Rolle spielt die Künstliche Intelligenz dabei? Man sollte meinen, Digitalisierung betrifft nur die IT-Abteilung. Das ist aber zu kurz gefasst. Uns geht es darum, dass wir Versorgung verbessern wollen. Wir wollen Patient:innen noch besser behandeln, Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende im medizinischen Bereich verbessern – Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, diese Ziele zu erreichen. Bevor wir noch tiefer einsteigen: Was ist Künstliche Intelligenz für Sie, was zählt dazu? Künstliche Intelligenz, ganz grundsätzlich, ist eine von Menschen programmierte Software, die auf Basis großer Datenmengen und vergangener Ereignisse Rückschlüsse auf die Zukunft zieht. Sie kann im administrativen Bereich angewendet werden oder in der Forschung und Entwicklung, Diagnostik, und auch therapieunter- ▶ Als medizinische Direktorin des Klinikums Wolfsburg ist Privatdozentin Dr. med. Alina Dahmen maßgeblich in die Entwicklung einer KI-Strategie für den Maximalversorger eingebunden. FOTOS Lars Landmann/Klinikum Wolfsburg, Darius Simka/regios24/FMN-Archiv, kevin galasso/SKBS

RkJQdWJsaXNoZXIy MjExNDA4