STANDORT38 23 August 2025 Texte in Programme einzugeben, kann eine Künstliche Intelligenz übernehmen. Der Mensch muss da sein, um zu denken. Wenn Sachen eintippen wegfällt, betrifft das Berufsgruppen wie MTA, Medizinisch-technische Assistenten? Ja, auch deren Arbeit wird es erleichtern, aber nicht ersetzen. Denken Sie mal an früher, als es noch keine Versichertenkarten gab und die MTA alles aufgeschrieben oder eingetippt hat. So ist es auch mit Künstlicher Intelligenz. Ich kann mir vorstellen, dass ein Wettbewerb um die Arbeitsstellen einsetzen wird, die durch KI unterstützt werden. Können Sie sich auch vorstellen, dass neue Jobs entstehen? Mit Sicherheit. Die ganze Entwicklung muss ja irgendwer vornehmen. Was wir brauchen, sind vernetzt denkende Menschen, denn ein Software-Entwickler kennt die medizinischen Prozesse nicht – also müssen wir miteinander reden, um gemeinsam zu einer Lösung zu kommen. Gibt es nicht bereits entsprechende Studiengänge, die sich genau damit befassen? Ja, es gibt einige Studiengänge wie beispielsweise medizinische Informatik. Das ist auch eine Weiterbildung im ärztlichen Bereich. Welches KI-Tool wünschen Sie sich für Ihren Alltag? Es gibt einige Stellen, an denen KI eingesetzt werden kann. Wir als Krankenhaus wollen ihre Nutzung aktiv gestalten. Wir definieren unsere Bedarfe und unsere Strategie. Darüber hinaus bin ich sicher, wenn wir unsere Mitarbeitenden nach Ideen zum Einsatz der KI fragen, werden interessante Einsatzgebiete genannt. Die Mitarbeitenden wissen, was sie im Alltag belastet. Und das ist nicht die Arzt-Patienten-Kommunikation. Ich kann mir allerdings KI als unterstützend vorstellen, etwa bei der Aufklärung vor Eingriffen. Zum Beispiel kann es vor einer Magenspieglung ein KI-generiertes Video geben, das auf den individuellen Patientenfall zugeschnitten ist. … in einer verständlichen Sprache … Genau! Erst dann folgt das Gespräch und der Patient, die Patientin, kann genaue Nachfragen stellen. Für den Arzt wäre es eine Zeitersparnis und der Patient hat noch mehr ▶ Die Medizinische Klinik I – Kardiologie im Klinikum Wolfsburg – ist für die Qualität der perkutanen koronaren Intervention (PCI) ausgezeichnet. Zukünftig könnten Roboter die Ärzteteams unterstützen. ▶ Gold-Auszeichnung für die Aktivitäten in Sachen Händedesinfektion: Das Hygiene-Team des Klinikum Wolfsburg um Klinikhygienikerin Dr. Birgit Feier (links) und die Medizinische Direktorin Priv.-Doz. Dr. Alina Dahmen (rechts) präsentieren das Zertifikat.
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