Standort38 #152

Entscheider:innen STANDORT38 37 August 2025 ▶ Von Torben Dietrich Die alte Geschichte ist bekannt. Sie ist fast schon ein Gründungsmythos. Etwas, das gerne bei Unternehmen entsteht, die quasi aus der Garage heraus ein höchst erfolgreiches Business aufbauen. Der von IServ geht so: Während einige Zukunftsforscher in den neunziger Jahren noch davon ausgingen, dass das Internet sowieso kein Massenmedium wird, bastelten zwei, drei technikbegeisterte Schüler am Hoffmann-vonFallersleben-Gymnasium in Braunschweig um die Jahrtausendwende an einem interessanten IT-Projekt. Ihre Idee: Ein Schulserver, der ein Netzwerk und Portal zur interUnd heute: Marktführer in Deutschland Doch die Möglichkeiten und die Verlässlichkeit von IServ machen schnell die Runde. Datenschutzkonform, immer ansprechbar – das ist der große Vorteil gegenüber Google, Microsoft & Co. Heute betreut Ludwigs Unternehmen über 9000 Schulen in Deutschland, das sind fast 30 Prozent Marktanteil. Damit ist IServ der Marktführer im Bereich Schulplattformen. Bei IServ will die alte Geschichte keiner mehr hören. Sie sei nicht das, was erzählt werden soll. Zurecht. Denn der komplette Fokus des Unternehmens mit über 300 Mitarbeitenden ist auf die Zukunft ausgerichtet. Und die scheint gerade an Dynamik zu ▶ Das digitale Klassenbuch kann nach IServ-Angaben als Modul Prozesse automatisieren und bündeln, die ansonsten viel zusätzliche Zeit kosten. Es gibt digitale Traditionsprodukte. Denken wir nur an Super Mario, den Commodore C64 oder Facebook. Eine Plattform, die aus dem Schulalltag hunderttausender Kinder und Jugendlicher in Deutschland nicht mehr wegzudenken und trotz ihrer immerhin 25-jährigen Geschichte ausschließlich zukunftsorientiert ist, kommt aus Braunschweig. Ihren Namen kennt so gut wie jeder: IServ. Das Unternehmen ist in den letzten beiden Jahren enorm gewachsen und hat sich als IServ Gruppe zum Ziel gesetzt, den Weg des deutschen Bildungssystems in die digitale Moderne zu ebnen. nen Kommunikation und Schulorganisation ermöglicht. Sein Name: IServ Gut zwanzig Jahre später bricht eine weltweite Pandemie aus und diese Idee aus Braunschweig rettet den Unterricht von zigtausenden Schülern in Deutschland. Dateien werden ausgetauscht, Hausaufgaben in Modulen abgerufen und hochgeladen, Unterrichtsstunden teilweise per Videokonferenz abgehalten. Als die ersten Schulen schließen, reagiert man bei IServ besonnen, baut ein Videokonferenzsystem und lässt die Schulen seine Software für ein halbes Jahr kostenfrei nutzen. Auf den größten Anbieter von Schulnetzwerken kommt eine Nachfrageflut zu, die zunächst kaum bewältigt werden kann.

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