Entscheider:innen Ohne sie bleiben die Bildschirme schwarz Statt Kreide: Das Unternehmen Tigersoft treibt Schulen in der Region digital voran. Mehr als 5000 Klassenzimmer hat es bereits ausgestattet. ▶ Von Claudia Bartels Bereits während seines Studiums der Nachrichtentechnik an der Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel finanzierte sich Andreas Cukrowski seinen Alltag durch Programmierarbeiten. Dafür meldete er ein Gewerbe an. Auch für die Hochschule und seine Kommilitonen entwickelte er Software, unter anderem zur Verwaltung von Musikkassetten und für den Etikettendruck. „In den 1990er Jahren habe ich klassisch PCs zusammengeschraubt – speziell für Gamer mit besonderen Anforderungen“, erinnert sich Cukrowski. 1993 gründete er in Wolfenbüttel das Unternehmen Tigersoft. Zunächst belieferte das Unternehmen Schulen, Hochschulen und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit PCs. Im Laufe der Jahre entwickelte sich Tigersoft vom klassischen Computerfachgeschäft zu einem Spezialisten für digitale Bildungslösungen. Ein Schwerpunkt liegt heute auf interaktiven Whiteboards und Panels – digitalen Tafelsystemen für den Unterricht. Strategische Neuausrichtung der Wolfenbütteler Firma 2010 stellte Cukrowski die Weichen neu: „Der Einzelhandel war wirtschaftlich nicht mehr tragfähig“, erklärt er. Das Unternehmen verlagerte den Fokus auf Dienstleistungen – darunter die Einrichtung von Firewalls, Wartungsarbeiten sowie die Entwicklung von Datenbanken und Verwaltungssystemen. Hinzu kamen die Lieferung, Installation und Wartung interaktiver Panels an Schulen, vor allem in Braunschweig. Schulungen für Lehrkräfte gehören ebenfalls zum Service. Inzwischen hat Tigersoft etwa die Hälfte aller Schulen in Braunschweig ausgestattet – rund 5000 Klassenzimmer in der Region. Die Panels, die rund 80 Kilogramm wiegen, werden von firmeneigenen Technikern STANDORT38 40 August 2025 FOTOS Claudia Bartels
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