Entscheider:innen installiert. Die Schulen können unter verschiedenen Halterungsoptionen wählen. Insgesamt beschäftigt Tigersoft derzeit 15 Mitarbeitende. „In gewisser Weise sind wir ein Handwerksbetrieb“, sagt Cukrowski. Das Unternehmen verspricht seinen Kunden im Umkreis von etwa 200 Kilometern eine Reaktionszeit von zwei Stunden. Seit Kurzem ist auch ein firmeneigener Trainer für die Software der Panels im Einsatz. Diese Geschäftsfelder bedient das Unternehmen Tigersoft hat Rahmenverträge mit den Städten Wolfenbüttel und Braunschweig sowie mit dem Landkreis Wolfenbüttel abgeschlossen. Neben dem Bildungsbereich erschließt das Unternehmen zunehmend den Markt für Konferenzsysteme. Cukrowski versteht Technik als Werkzeug: Digitale Unterrichtsmaterialien könnten damit effizient erstellt und immer wieder eingesetzt werden. Panels vereinen mehrere Funktionen in einem Gerät – sie ersetzen Rechner, Videotechnik, Kassettenrekorder, Overheadprojektor und Tafel. „Lehrkräfte können damit interaktiv arbeiten und direkt Feedback von ihren Schülern erhalten“, sagt der Geschäftsführer. Die Panels seien ein Hilfsmittel, um den Unterrichtsalltag zu erleichtern. „Wir sind in einem dankbaren Umfeld unterwegs“, betont er. Sicherheit wird großgeschrieben Datenschutz spielt bei Tigersoft eine große Rolle: „Es werden keine persönlichen Daten gespeichert. Unsere Hersteller nutzen CloudLösungen auf deutschen Servern“, bekräftigt Cukrowski. Seit 2019 hat das Unternehmen seinen Sitz Am Rehmanger in Wolfenbüttel, inklusive eigenem Warenlager. Dort ist auch eine Außenstelle des Partnerunternehmens ATD aus Braunschweig angesiedelt. Dessen Geschäftsführer Holger Kämmerer ist mit 50 Prozent an Tigersoft beteiligt. „Ich bin sehr dankbar für seinen Einstieg – und für unser tolles Team“, sagt Cukrowski. Die gesamte Firmen-Gruppe steht aktuell auf zwei Standbeinen: Die Betreuung von Firmenkunden – etwa durch Managed Services und Installation und Betreuung von Firewalls und Betriebssystemen – sowie dem Vertrieb und der Montage von Panels an Bildungseinrichtungen. Für die Zukunft plant Tigersoft die Ausstattung komplexer Unterrichtsräume, in denen bis zu 50 Prozent der Schüler hybrid teilnehmen, also digital zugeschaltet sind. Auch die Bereiche Schulungen und Kundenbetreuung sollen weiter ausgebaut werden. Aktuell erwirtschaftet Tigersoft rund sechs Millionen Euro Umsatz pro Jahr. Appell an Bildungseinrichtungen Der Tigersoft-Geschäftsführer wünscht sich von den Städten und Landkreisen, dass die Schulungen an den Panels für die Klassen mehr Beachtung finden. Und dass die Schulleiter dafür sorgen, dass die Schulungen auch wahrgenommen werden. „Ein Panel bringt wenig, wenn Lehrkräfte es nicht bedienen können.“ Deshalb veröffentlicht Tigersoft inzwischen auch selbst produzierte Schulungsvideos auf der Videoplattform Youtube für digitale Tafeln verschiedener Hersteller. Ein Panel koste – je nach Anbieter und Ausstattung – zwischen 3500 und 6000 Euro. Nicht mehr benötigte Tafeln werden fachgerecht entsorgt. Dabei wird unter anderem enthaltenes Aluminium recycelt. Spätestens mit dem Digitalpakt 2 der Bundesregierung will Tigersoft weiter wachsen – und sucht dann neue Mitarbeitende. „Wir suchen Mitarbeiter, die anpacken können und körperlich belastbar sind.“ STANDORT38 41 August 2025 ▶ Gründer der Firma Tigersoft und Inhaber Andreas Cukrowski und Vertriebsleiter Philipp Füssel im Warenlager des Unternehmens. Im Hintergrund die verpackten Produkte der Firma, die bald an die Schulen in der Region ausgeliefert werden. ▶ Gründer und Inhaber Andreas Cukrowski und Vertriebsleiter Philipp Füssel vor recycelten, alten Tafel-Komponenten aus Schulen aus der Region.
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