Heimat | Winter | 2025

Kira Lichte bietet Bieryoga an. Für sie steht fest: Jeder, der es ausprobiert, ist begeistert Typisch Niederrhein VON NADINE SAPOTNIK-ZIRZOW statt Om! Erkrath. Der linke Fuß steht fest gedrückt auf dem Boden und das rechte Bein? Das wackelt irgendwo ausgestreckt durch die Luft. Es klirrt. „Prost“, sagt Kira Lichte, als die beiden Bierflaschen zusammenstoßen. Das Standbein wackelt weiter – es wird immer schwieriger, sich auf einem Bein zu halten. Aber das gehört dazu, beim Bier-Yoga. Wer ohnehin schon Probleme mit der Balance hat, für den wird es nach ein paar Schlückchen Bier nicht einfacher – aber dafür lustiger. Genau das ist Teil des Konzepts: „Spaß ist auch eine Art von Stressbewältigung“, erklärt Kira. Sie gibt an diesem Tag im Gartenhotel Fettehenne in Erkrath eine kleine Einführung ins Bier-Yoga. Eigentlich ist sie eine „seriöse“ Yoga-Lehrerin, die einem ganz klassisch Asanas beibringen kann. Man kann bei ihr Yoga-Stunden nehmen, sie als Personaltrainerin buchen oder für Firmenevents anheuern. „Da ich hauptberuflich eigentlich im Management arbeite, habe ich mich in den letzten Jahren immer mehr auf BusinessYoga spezialisiert“, erzählt sie. Nebenbei gibt sie auf Festivals oder großen Feiern aber eben auch Bier-YogaStunden. Man kann sie für Stadtfeste, Weihnachts- oder Familienfeiern buchen. „Da steht die Gemeinschaft und der Spaß im Vordergrund.“ Und vermutlich ist auch alles irgendwie locker. So wie der ganze Körper beim Bier-Yoga, wenn man nicht regelmäßig „seriös“ Yoga macht. Der hat nämlich ziemliche Schwierigkeiten, in der Balance zu bleiben. Der rechte Fuß ist angewinkelt am linken Knie. Zwischen den Händen, vor der Brust: die Flasche Bier. Prost

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