Typisch Niederrhein 167 Der Horstmannshof Eva-Maria von Eerde ist auf dem Horstmannshof in Moers aufgewachsen. Vor 13 Jahren hat sie gemeinsam mit ihrem Vater Ludger Bellinghoff-von Eerde, der Bauingenieur ist, und ihrer Mutter Gisela Bellinghoff von Eerde, die sich um die Bürokratie kümmert, den Vierkanthof zu einer Gesundheitspraxis umgebaut. Mittlerweile führen hier 45 Freiberufler ihre Privatpraxen – von Hebammensprechstunden über Kinderballett bis hin zu Ostheopatie, Psychotherapie oder Pilates für Erwachsene. Weitere Infos: horstmannshof.de Buchungen der Babymassagen oder des Babyfloatings sind ebenfalls online möglich: babyspa-horstmannshof.de „Ich habe immer wieder von Müttern gehört, dass sie fürs Floating extra nach Düsseldorf gefahren sind“, erzählt sie. Als Hebamme steht sie im engen Kontakt mit vielen Müttern. Die Nachfrage war also da und das Angebot ab 2022 dann auch. In ihrem Babyspa bietet sie aber nicht nur Babyfloating an, für das die Eltern gleich schon mal Marlene aus dem Wagen heben... Bindung zwischen Kind und Eltern „Was du bei der Babymassage lernst, kannst du als Ritual mit in den Alltag einbinden, bis das Kind fünf, sechs Jahre alt ist“, erklärt Eva-Maria von Eerde. „Man hat nie wieder eine stärkere Bindung nach dem Stillen als dabei.“ In dem Kurs lernen Eltern, wie sie die Hände, Füße oder den Rücken der Babys massieren können. „Es gibt beispielsweise auch Bauchmassagen gegen Blähungen.“ Marlene ist mittlerweile ebenfalls wieder wach. Neugierig schaut sie sich in dem hellen Raum mit den großen Fenstern um. Und sie lässt sich auch nicht davon irritieren, dass Eva-Maria von Eerde sie routiniert auf einen Wickeltisch legt und ihre Kleidung auszieht. Die beiden kennen sich schließlich schon von der ersten Sekunde an! „Ich habe sie im St. Josef entbunden, erzählt die Hebamme, während sie ihr eine Badewindel anzieht. Etwas groß, oder? „Ich habe schon die kleinste rausgesucht“, sagt sie und lacht. Marlene stört das nicht weiter. „Ihr braucht gleich keine Angst zu haben“, wendet sie sich nun an die Eltern. „Das sieht nur etwas komisch aus.“ Dann bittet sie Jana Wandiger, ihre Tochter hochzuheben, damit sie ihr einen Ring um den Hals legen kann. Wie im Bauch der Mutter „Der ist nicht aus Plastik, sondern aus Styropor“, das ist Eva-Maria von Eerde wichtig zu betonen. Die Schwimmhilfe stellt sicher, dass der Babykopf nicht unter Wasser gerät. Das fühlt sich für Marlene natürlich etwas komisch an, wie sie gleich auch deutlich macht. „Wenn etwas neu ist, reagiert sie immer erstmal skeptisch“, sagt Jana Wandiger. „Nur, als wir sie das erste Mal in die Badewanne gesetzt haben, hat sie nicht geschrien“, fügt Christopher Denger hinzu. Deshalb war klar: Wasser findet Marlene toll! Und das ist auch nicht ungewöhnlich, wie die Hebamme erklärt: „Die Babys kommen ja aus dem Wasser.“ Ein Bad in der Wanne erinnert sie an ihre Zeit im Bauch der Mutter. Eva-Maria von Eerde (re.) erklärt den Eltern Jana Wandiger und Christopher Denger, wieso Floating für ihre Tochter Marlene so viele Vorteile bietet. Seite 24
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