Heimat | Winter | 2025

Typisch Niederrhein Das Baby fühlt sich geborgen, schwerelos, entspannt... und das wirkt sich auch positiv auf die Entwicklung aus, genauer gesagt auf „das vegetative Nervensystem, die Feinmotorik und den Gleichgewichtssinn“, betont Eva-Maria von Eerde. Außerdem hilft es gegen Koliken und dient als Einschlafhilfe. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Nun, dann testet Marlene das Ganze doch jetzt mal! Vorsichtig kommt sie ins 35 bis 37 Grad warme und blubbernde Wasser... und guckt erstmal verdutzt zu Mama und Papa. Die lächeln sie an – alles gut also. „Gleich hat sie sich dran gewöhnt“, sagt die Hebamme. Und tatsächlich, fast im selben Moment strampelt Marlene behutsam mit ihren Beinchen, lässt sich dann aber lieber regungslos im Wasser treiben. Entspannen im Blubberbad Keine zwei Minuten später fallen ihr die Augen zu. Übrigens, Babys können diesen „Wellness“-Effekt nutzen, sobald ihr Bauchnabel verheilt ist – in der Regel ab der dritten Woche. Und am besten sollten Eltern auch so früh damit starten, wie Eva-Maria von Eerde erklärt: „So können sich die Kinder ans Wasser gewöhnen.“ Das ist aus ihrer Sicht gerade deshalb wichtig, weil es immer weniger Babyschwimmkurse gibt. Sie empfiehlt Eltern daher auch, zwei bis drei Mal im Monat zum Floating zu kommen. Wobei Großeltern oder Pateneltern ebenfalls willkommen sind. „Die Eltern haben kurz Zeit für sich und die Großeltern haben einen tollen Moment mit ihrem Enkelkind.“ Aber zurück zu Marlene. Kommt sie wieder? „Ich gehe davon aus“, sagt ihre Mama. Ja, Marlene wäre wirklich viel lieber im Blubberbad geblieben, als nach zehn Minuten mit einem kuscheligen Handtuch abgetrocknet zu werden... Aber es dauert zum Glück nicht lange, dann fallen ihr auch schon wieder die Augen zu. Gute Nacht, Marlene! Wenn so kein entspanntes Kind aussieht... „Man hat nie wieder eine stärkere Bindung nach dem Stillen als dabei.“ Eva-Maria von Eerde

RkJQdWJsaXNoZXIy MjExNDA4