Heimat | Winter | 2025

Der Meister in der Sauna Emmerich. Feiner Nieselregen fällt auf die glatte Oberfläche des noch leeren Außenbeckens... Ja, es ist usselig an diesem frühen Montagmorgen! Oder, wie Oliver Kleinmanns es nennt: „Heute ist richtiges Saunawetter!“ Und deshalb wird es auch nicht mehr lange dauern, bis die ersten Gäste ins Embricana stürmen. Darauf sind sie aber natürlich alle vorbereitet. Das Team hat bereits die Pools kontrolliert, gesäubert, eingestellt. Nur die Saunen selbst brauchen noch einige Minuten, bis sie auf entsprechender Temperatur sind. Der Saunameister hat also etwas Zeit zum Durchschnaufen und die, das wird sich gleich noch zeigen, braucht er auch. Denn sein Job, so sagt er selbst, „ist wie Hochleistungssport“. Und in dem ist er sogar schon Deutscher Meister geworden... Aber von vorn. Ein Saunameister liebt es wahrscheinlich, in die Sauna zu gehen und hat sich deshalb für den Beruf entschieden, oder? Oliver Kleinmanns schüttelt den Kopf. „Tatsächlich war ich immer nur im Becken“, erzählt er. Schwimmen war seine Leidenschaft! Deshalb trat er erst der DLRG bei, machte dann ein Praktikum und entschied sich schließlich für eine Ausbildung zum Meister für Bäderbetriebe. Weil seine erste Arbeitsstelle damals in Xanten ihre Saunaanlagen erweiterte, hing er kurzerhand die Weiterbildung zum Saunameister hintendran. Aber Oliver Kleinmanns ist für seine spektakulären Showaufgüsse deutschlandweit bekannt Typisch Niederrhein Oliver Kleinmanns kommt in der Sauna ins Schwitzen - und zwar nicht nur aufgrund der Temperaturen. auch das reichte ihm nicht! „Es gibt dabei, wie in vielen Bereichen auch, Wettkämpfe“, erzählt er. „2014 habe ich dann an meinem ersten teilgenommen.“ Wie in der Disco Das muss er nun aber doch mal genauer erklären oder, noch besser, gleich zeigen! Oliver Kleinmanns lächelt. „Klar!“ Dazu führt er in eine seiner Lieblingssaunen: „Die Aufgusssauna.“ Kurzer Blick aufs Thermometer. „Es sind erst 52 Grad“, sagt er. Später werden es bis zu 85 Grad sein. Ins Schwitzen wird er VON SARA SCHURMANN aber auch so schon kommen. „Bei den Wettkämpfen geht es um einen klassischen Aufguss, der aufgemotzt wird“, erklärt er, „durch Musik- und Lichttechnik, teils auch mit einer Nebelmaschine.“ Fast wie in einer Disco. „Dazu wird eine Story aufgebaut, durch die man in eine Fantasiewelt eintauchen kann.“ Ein Jahr lang erarbeitet er eine solche Show, die gerade einmal 15 Minuten dauert. Dazu gehört übrigens auch ein straffes Training. Ja wirklich, Oliver Kleinmanns lacht, „das ist alles sehr

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