DER TORRAUB VON MÜNSTER Beim FC Schalke 04 wusste niemand so recht, ob er nach dem 0:0 bei Preußen Münster lachen oder weinen sollte. In der Halbzeitpause war das Unentschieden noch schmeichelhaft für ungewöhnlich defensivschwache Schalker, die in der zweiten Hälfte aber eine rund 40-minütige Überzahl nicht ausnutzen konnten. „Nicht alles war schlecht, aber vieles war nicht gut“, resümierte Trainer Miron Muslic nach dem ersten Unentschieden in dieser Saison. Schalke übernahm vor 10.491 Zuschauern im ausverkauften Preußen-Stadion ab der ersten Sekunde das Kommando. Einmal lag der Ball sogar im Tor. Nach einer direkt aufs Tor geschlagenen Ecke von Finn Porath ließ Torwart Johannes Schenk den Ball ins Tor rutschen (3.). Schiedsrichter Florian Lechner wollte aber einen Schubser von Mika Wallentowitz gesehen haben. Eine Fehlentscheidung, wie Schalkes Profis später bemängelten. „Ich habe da kein Foul gesehen“, sagte Porath. Oft war Schalke in dieser Saison früh in Führung gegangen, diesmal kam es wegen Lechners Fehler nicht dazu. Preußen übernahm in einem flotten Fußballspiel anschließend das Kommando. Allein S04-Torwart Loris Karius stand Preußen Münster im Weg. „Loris war zur Stelle, genauso wie in den vergangenen sechs Monaten. Jeder weiß, wie hoch ich ihn einschätze, wie sehr wir ihn respektieren und mögen. Er zeigt das Woche für Woche“, erklärte Muslic. Ein Tor von Vilhelmsson erkannte Schiedsrichter Lechner nach minutenlanger VAR-Prüfung wegen einer Abseitsstellung ab (10.). Die zweite Halbzeit begann von beiden Teams verhaltener. In der 54. Minute nahm das Spiel eine unerwartete Wendung. Nach einem Steilpass von Wallentowitz stürmte Sylla allein aufs Tor zu, legte den Ball an Torwart Schenk vorbei und wurde von diesem umgecheckt. Beide Spieler mussten lange behandelt werden, Schiedsrichter Lechner hatte deshalb Zeit, sich über die Konsequenzen Gedanken zu machen. Er zeigte Torwart Schenk schließlich die Rote Karte. „Ein Torraub“, ärgerte sich Muslic. „Wenn das Foul nicht passiert, schiebt Moussa den Ball ins Tor.“ Die Schalker hatten nun DauerBallbesitz, doch fast nichts klappte, viel zu kompliziert trugen die Königsblauen ihre Angriffe vor - Schalke musste sich mit einem Punkt begnügen. „Münster hatte sich den Punkt hochverdient“, sagte Muslic und analysierte die schwache Überzahl: „Wir haben zu viel nachgedacht, zu komplex unser Spiel gestaltet. Unser Spiel basiert auf Struktur, auf Einfachheit in allem. Wir haben gedacht: Wir haben einen Mann mehr, müssen Dinge anders machen. Das war nicht so gut.“ 13. SPIELTAG: PREUSSEN MÜNSTER - S04 0:0 Schalke-Trainer Miron Muslic schaut enttäuscht. FOTO: FIRO PREUSSEN MÜNSTER: Schenk - Kirkeskov, Jaeckel, Heuer, ter Horst - Benger (66. Lokotsch), Hendrix, Bouchama (99. Koulis), Sertdemir (67. Paetow) - Batista Meier (67. Preißinger), Vilhelmsson (59. Behrens) FC SCHALKE 04: Karius - Kurucay, Katic, Ayhan (69. Bachmann) - Porath (86. Gulasi), Schallenberg (77. Antwi-Adjei), El-Faouzi, Gantenbein, Karaman, Wallentowitz (77. Grüger) - Sylla TORE: Fehlanzeige ZUSCHAUER: 10.491 SCHIEDSRICHTER: Florian Lechner AUFSTELLUNG TABELLE – 13. SPIELTAG 1. SC Paderborn 07 29 20-12 2. FC Schalke 04 28 16-7 3. SV 07 Elversberg 26 27-13 4. SV Darmstadt 98 25 23-13 5. Hannover 96 24 24-18 6. 1. FC Kaiserslautern 23 24-15 7. Hertha BSC Berlin 23 16-10 8. Karlsruher SC 21 21-21 9. 1. FC Nürnberg 18 15-16 10. Arminia Bielefeld 17 25-20 11. Holstein Kiel 15 14-16 12. Preußen Münster 15 17-21 13. Fortuna Düsseldorf 14 12-21 14. VfL Bochum 13 17-20 15. SpVgg Greuther Fürth 13 20-34 16. Dynamo Dresden 10 18-25 17. Eintracht Braunschweig 10 12-25 18. 1. FC Magdeburg 7 10-24 BESUCHEN SIE UNSERE AUSSTELLUNG! Bülser Str. 70 45964 Gladbeck WOHNEN WOHLFÜHLEN Hochwertige Bodenbeläge & Vinyl, moderne Wandpanels und der komplette Innenausbau – alles aus einer Hand. Von der Idee bis zur perfekten Montage setzen wir auf Erfahrung, Präzision und echte Handwerksqualität. Ein Ansprechpartner. Ein Ergebnis. 100 % Qualität. Räume, die begeistern. QUALITÄT, die bleibt. Mob.: +49 172 29 74 797
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