RevierSport | Sonderausgabe Aufstieg FC Schalke 04

EINTRACHT BRAUNSCHWEIG: R. Hoffmann - Frenkert (57. Ehlers), Nkoa, S. Köhler (70. Sané) - Gomez (70. Di Michele Sanchez), Marie, Aydin, Bell Bell, Heußer, C. Conteh (74. Raebiger) - Yardimci FC SCHALKE 04: Karius - Ayhan (73. Wallentowitz), Katic, Kurucay - Porath (61. T. Becker), El-Faouzi, Schallenberg, V. Becker (46. Sanchez) - Gomis (61. Younes), Karaman - Sylla TOR: 1:0 Aydin (60.), 2:0 Sané (85.), 2:1 El-Faouzi (88.) ZUSCHAUER: 23.080 SCHIEDSRICHTER: Lars Erbst MIT EINEM DÄMPFER IN DIE WINTERPAUSE Müde, harmlos, offensivschwach: Mit einer Leistung, die so gar nicht zu der starken Hinrunde und der euphorischen Stimmung im Klub passte, verabschiedete sich Herbstmeister FC Schalke 04 in die Winterpause. Die Königsblauen verloren bei Eintracht Braunschweig hochverdient mit 1:2 (0:0). Keine Mannschaft der Liga dürfte sich so sehr auf die Weihnachts-Unterbrechung freuen wie die stark ersatzgeschwächten Schalker. Einige Braunschschweiger Spieler trafen auf ihren Ex-Klub, beispielsweise Mehmet Can Aydin, einer, der die Knappenschmiede durchlaufen hatte. Und EintrachtTrainer Heiner Backhaus stand erstmals seinem Lieblingsklub gegenüber, den er sogar als Tattoo auf seinem Oberarm verewigte. „Ich bin Schalker, weil ich da herkomme“, sagte Backhaus vor dem Spiel. Dieser Elan war der Eintracht in der ersten Halbzeit anzumerken. Sie spielte griffiger, hinterließ den besseren Eindruck, war zielstrebiger in Richtung Schalker Tor, ohne allerdings zu glänzen. Die einzigen beiden Möglichkeiten der ersten Hälfte hatte die Eintracht. Sonst machte die Eintracht aber zu wenig aus ihrem ordentlichen Spiel. Ihre zahlreichen Standardsituationen in Strafraumnähe (sechs Einwürfe, zwei Freistöße, eine Ecke) brachten alle nichts ein. Und die Schalker? Ihre Leistung reihte sich ein in die durchwachsenen Vorstellungen der Vorwochen. Die sechs Punkte, die Schalke in Düsseldorf (2:0) und Nürnberg (1:0) holte, täuschten ein wenig über die Müdigkeit und Fehleranfälligkeit der Schalker hinweg. Die Abwehr erlaubte sich im Spielaufbau viele vermeidbare Fehler. Zwei Beispiele: Hasan Kurucay und Vitalie Becker schenkten den Ball durch simple Patzer bei der Ballannahme her. Oft schlugen die Schalker den Ball die Außenlinie entlang nach vorne. Immer wehrte Braunschweig ab. Die Offensive war gar nicht zu sehen. Allein ein Kopfball von Christian Gomis, der in die Arme von Torwart Thorben Hoffmann flog (7.), sorgte für Gefahr. Gomis und Finn Porath waren für Christopher Antwi-Adjei und Mika Wallentowitz ins Team gerückt. Nutzen konnten sie ihre Chance aber nicht. Ohne große spielerische Höhepunkte ging es torlos in die Pause. Trainer Miron Muslic hatte eine Viertelstunde Gelegenheit, seine Mannschaft auf die letzte Dreiviertelstunde des Jahres einzustimmen, noch einmal aufzuwecken. Doch es gelang nicht. Die Eintracht blieb die bestimmenEnttäuschte Schalker gehen bei der verdienten Niederlage in Braunschweig über den Platz. FOTO: FIRO de Mannschaft und spielte noch druckvoller. In der 58. Minute lief Bell Bell allein aufs Tor zu, scheiterte aber an Karius, der sich lange als einziger gegen eine drohende Niederlage zu wehren schien. Eine Minute später schoss Mehmet Can Aydin einen Freistoß von der Strafraumgrenze über das Tor. In der 60. Minute machte es Aydin besser. Aus 18 Metern Entfernung kam er zum Schuss, abgefälscht von Nikola Katic flog der Ball ins Tor. Aydin verzichtete zwar auf einen Torjubel, nicht aber die begeisterten Eintracht-Fans. Nur drei Minuten später hätte Christian Conteh beinahe für die Entscheidung gesorgt. Allein lief auch er auf Karius zu, scheiterte aber an ihm. Das Aufbäumen der Königsblauen fiel aus. Muslic brachte die Offensivkräfte Amin Younes und Mika Wallentowitz, stellte zudem Timo Becker in die Innenverteidigung, um die diesmal nicht sattelfeste Abwehr zu stabilisieren. Doch Schalke spielte meist um den Braunschweiger Strafraum herum und nur selten hinein. Ein Kopfball von Moussa Sylla ging knapp vorbei, mehr klappte nicht. Die Schalker waren so schwach, dass sie sogar noch das zweite Gegentor zuließen. Wallentowitz verlor in der Offensive den Ball, den Konter vollendete ein weiterer Ex-Schalker: Sidi Sané erhöhte zum 2:0. Erst im Gefühl der Niederlage kamen die Schalker noch einmal heran: Soufiane El-Faouzi verkürzte mit einem Schuss unter die Latte auf 1:2 (88.). Aufholen konnte Schalke aber auch in sieben Minuten Nachspielzeit nicht mehr. Mika Wallentowitz traf per Kopf noch den Außenpfosten (90.+4) – die letzte Schalker Chance. 17. SPIELTAG: EINTRACHT BRAUNSCHWEIG - S04 2:1 AUFSTELLUNG TABELLE – 17. SPIELTAG 1. FC Schalke 04 37 22-10 2. SV 07 Elversberg 34 31-15 3. SV Darmstadt 98 33 29-17 4. SC Paderborn 07 33 28-18 5. Hannover 96 29 30-22 6. Hertha BSC Berlin 28 21-16 7. 1. FC Kaiserslautern 27 29-21 8. 1. FC Nürnberg 22 19-23 9. Karlsruher SC 22 25-33 10. VfL Bochum 21 23-22 11. Holstein Kiel 20 20-22 12. Preußen Münster 20 22-26 13. Eintracht Braunschweig 20 20-29 14. Arminia Bielefeld 19 27-24 15. 1. FC Magdeburg 17 21-29 16. Fortuna Düsseldorf 17 15-27 17. SpVgg Greuther Fürth 15 26-44 18. Dynamo Dresden 13 24-34

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