RevierSport | Sonderausgabe Aufstieg FC Schalke 04

FC SCHALKE 04: Karius - Kurucay (89. Tchibara), Katic, Ayhan - Porath (77. Sanchez), Schallenberg, El-Faouzi, T. Becker (77. Wallentowitz), Younes (67. Dzeko), Karaman - Gomis 1. FC KAISERSLAUTERN: Krahl - Chernev, Gyamfi, Sirch - Haas, Robinson, Kunze, Joly, Ritter (74. Sahin), Skyttä (74. Hanslik) - Bassette (61. Prtajin) TORE: 0:1 Prtajin (61.), 0:2 Prtajin (84.), 1:2 Dzeko (87.), 2:2 Karaman (90.) ZUSCHAUER: 62.077 SCHIEDSRICHTER: Felix Zwayer DER DZEKO-EFFEKT 87 Minuten waren gespielt, als die Stimmung bei fast allen der 62.077 Zuschauer in der Veltins-Arena irgendwo zwischen Trauer, Enttäuschung und Melancholie lag. Auch der neue Star-Zugang Edin Dzeko hatte nichts daran ändern können, dass der FC Schalke 04 mit 0:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern zurücklag, dass eine weitere Pleite drohte, eine verdiente dazu. Doch mit einem nicht für möglich gehaltenen Endspurt glich Schalke noch zum 2:2 aus, und auch Dzeko war beteiligt. Er verkürzte auf 1:2 (88.), Kenan Karaman (90.) sicherte den Punktgewinn. Nach dem Abpfiff stand Dzeko im Mittelpunkt, der den Ball herrlich mit der Brust angenommen hatte und dann unnachahmlich mit einem Flachschuss verwandelte, gelernt ist gelernt. „Wir haben Charakter gezeigt, sind nach einem 0:2 zurückgekommen. Diese überragende Woche wollte ich aber eigentlich mit einem Sieg krönen“, sagte Dzeko. Und 2:2-Schütze Kenan Karaman schwärmte: „Gefühlt hatten wir das Spiel schon verloren. Man sieht natürlich Edins individuelle Klasse, dass er uns ins Spiel zurückbringt.“ Doch so laut, so euphorisch das Spiel endete: In der Analyse danach sollte es darum gehen, dass die sportliche Delle, die in Braunschweig (1:2) vor Weihnachten begann und sich vor einer Woche in Berlin (0:0) fortsetzte, in den ersten 87 Minuten weiterging. Es hätte wohl ein wenig mehr um die Leistungen als um die vielen Transfer-Auf-und-Abs gehen sollen. Allein Dzeko sorgte für einen großen Fan-Auflauf: Rund 1200 Anhänger kamen zum ersten Dzeko-Training. Doch nachdem das Spiel angepfiffen worden war, hieß es für die Schalke-Anhänger: Willkommen zurück in der Realität! Die Offensive brachte fast gar nichts zustande. Dzeko saß zunächst draußen. Was auch immer Trainer Miron Muslic in der Trainingswoche eingeübt hatte: Es verpuffte irgendwo zwischen sinnlosen Flachpässen ins Nichts, ideenlosen Rückpässen und verlorenen Zweikämpfen. Lediglich eine große Chance erarbeiteten sich die Schalker in den ersten 45 Minuten. Die Gäste aus der Pfalz hinterließen den leicht besseren Eindruck. Sie erspielten sich zwar auch keine Chancen im Minutentakt, aber Er kam, sah und trifft: Edin Dzeko gibt sein Debüt für Schalke. FOTO: FIRO punktuell gelangen ihnen die Umschaltmomente. Zum Beispiel als der frei vor dem Schalker Tor stehende Naatan Skyttä einen Querpass von Marlon Ritter nicht stoppen konnte. Und als Marlon Ritter aus bester Schussposition an Loris Karius scheiterte. Es blieb zur Pause beim 0:0. Edin Dzeko hatte sich ein paar Minuten warmgelaufen. Das Spiel hatte bei eiskalten Temperaturen sicher nicht für ein Wohlbefinden gesorgt. Auch nach dem Seitenwechsel traf auf das vermeintliche Topspiel zunächst der Begriff „Abnutzungskampf“ zu. Aus dem Spiel heraus passierte wenig, zwei gute Möglichkeiten gab es nach Standardsituationen. Der Schalker Timo Becker stand nach einer Ecke von Amin Younes ganz frei vor dem GästeTor, sein Kopfball-Aufsetzer flog aber über die Latte (58.). Drei Minuten später brachte Skyttä einen Freistoß in die Mitte, dort stieg der soeben eingewechselte Ivan Prtaijn am höchsten und köpfte den Ball ins Eck: 1:0 für Kaiserslautern. Den Schalkern drohte mehr denn je das dritte sieglose Spiel in Folge. Trainer Muslic reagierte und brachte Star-Stürmer Dzeko in der 66. Minute für Amin Younes. Durchs Stadion ging ein Ruck, die S04-Fans wurden lauter. Auch das Schalker Team spielte zielstrebiger, bemühte sich darum, den prominenten Zugang in Szene zu setzen. Indes: Das gelang trotz einiger Ecken und Flanken zunächst nicht. Es kam für Schalke sogar noch dicker: Prtaijn lief in der 84. Minute allein aufs Tor zu und erhöhte auf 2:0. Die Entscheidung? Nein, den FC Schalke 04 zeichnet unter Muslic auf, dass er nicht aufgibt. Dzeko gelang das 1:2, er holte den Ball aus dem Tor. Kapitän Karaman, bis dahin gar nicht zu sehen, glich noch aus. 2:2, und wieder feierte Schalke. Auch wenn es lange nicht danach aussah. AUFSTELLUNG TABELLE – 19. SPIELTAG 1. FC Schalke 04 39 24-12 2. SV Darmstadt 98 37 34-20 3. SC Paderborn 07 36 30-21 4. SV 07 Elversberg 35 34-19 5. Hannover 96 32 33-26 6. 1. FC Kaiserslautern 31 34-24 7. Hertha BSC Berlin 30 23-18 8. Karlsruher SC 26 29-35 9. 1. FC Nürnberg 25 22-27 10. Holstein Kiel 24 24-24 11. VfL Bochum 23 27-26 12. Eintracht Braunschweig 21 20-32 13. Arminia Bielefeld 20 29-27 14. 1. FC Magdeburg 20 25-31 15. Preußen Münster 20 23-30 16. Fortuna Düsseldorf 20 17-29 17. Dynamo Dresden 19 28-35 18. SpVgg Greuther Fürth 16 26-46 19. SPIELTAG: S04 - 1. FC KAISERSLAUTERN 2:2

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