Berliner Morgenpost Club | Lost Places Berlin | Teil 2

21 GEISTERSTADT Foto: picture alliance / dpa | dpa | picture alliance / dpa | dpa Der Standort für Panzer außerhalb von Gefechtsübungen befand sich im Norden nahe des S-Bahnhofs Lichterfelde Süd. Die Parks Range war militärische Sperrzone und für Berliner nicht zugänglich. Außer den US-Soldaten und amerikanischen Militärpersonal erhielten Personen nur in Ausnahmefällen Zugang zu dem Truppenübungsplatz. So gab es auch Trainingsprogramme zusammen mit Einheiten der Berliner Polizei, die im Straßenkampf geschult wurden. Parks Range: Übungen vor den Augen der DDR-Grenzer Im Süden – in unmittelbarer Nähe zur DDR-Grenze – befand sich zum Teil bewaldetes Gebiet, ebene Flächen und eine mit künstlichen Erhebungen aufgeschüttete Hügellandschaft für die Manöverübungen von Infanterie und Panzern. Auf DDR-Seite wurden Grenztürme und Spähposten errichtet, um das Treiben der Amerikaner besser verfolgen zu können. Ganz im Sinne der Abschreckung fanden die Übungen der US-Armee teilweise offen vor den Augen der DDR-Grenzer statt, die die Manöver sogar von ihren Wachtürmen aus filmten. Geheimeres Training konnte im Norden der Anlage stattfinden. Dort gab es außerdem eine Indoor-Shooting-Range und Gebäude für die Auswertung und Nachbesprechung von Manövern. Parks Range: Ausbau der Geisterstadt in den 1970er-Jahren 1975 wurde das Gelände von Parks Range erweitert und die einfachen Holzkonstruktionen der Geisterstadt „Doughboy City“ in der Mitte von Park Range aufgerüstet: Die neuen Häuserattrappen aus Fertigbauteilen, aber auch gemauerte und geziegelte Stadthäuser, die bis zu vier Stockwerke hoch waren, simulierten besser das Berliner Stadtbild. Um den Häuserkampf möglichst realistisch nachzubilden, baute die USBerlin-Brigade in der Geisterstadt außer den mehrstöckigen Betonhäusern auch eine Kirche und ein Rathaus nach. Die GIs konnten sich jetzt durch einen nachgebildeten Abschnitt der Berliner Kanalisation kämpfen. Auch ein nachgebauter U-Bahnhof in Form einer Hochbahnstation wurde für die Straßenkampfübungen genutzt.

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