An Ostern dreht sich traditionell alles ums Ei. Dabei spricht viel dafür, Wiedergeburt und Leben an Ostern neu zu interpretieren. Eier zu Ostern gelten seit jeher als ein Zeichen der Fruchtbarkeit. Sie symbolisieren den Frühling, wenn alles zu neuem Leben erwacht, und passen damit gut zur christlichen Erzählung von der Wiedergeburt. Laut offizieller Statistik hat jeder Mensch in Deutschland im vergangenen Jahr 249 Eier gegessen. Das ist ein neuer Höchststand – aber braucht es wirklich Eier, um den Frühling und das Leben zu zelebrieren? Frühlingszauber auf dem Teller Nichts sagt so sehr „Hier sprießt das Leben“ wie ein Meer aus Blüten. Viele Blüten sind nicht nur eine Augenweide, sondern auch essbar, zum Beispiel Kornblume, Ringelblume und Veilchen. Wer Kapuzinerkresse pflanzt, kann sich über besonders intensivorange Blüten mit pfeffrigem Geschmack freuen. Gerichte mit Blüten bringen Farbe, Aroma und eine dekorative Note auf den Teller. Essbare Blüten sind in vielen Märkten in der Obst- und Gemüseabteilung erhältlich. Und wer keine Blüten zur Hand hat, kann sogar leicht welche zaubern – aus Kartoffeln: Gebackene Kartoffelrosen Kartoffeln (ca. 1400 g) mit einem Sparschäler in etwa 3 bis 4 mm dünne Scheiben schneiden, mit kaltem Wasser abspülen und leicht mit einem Küchentuch abtupfen. Die Kartoffelscheiben in eine große Schüssel geben, nach Belieben würzen und mit 4 Eßlöffel Olivenöl gut mischen. Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zum Formen der Kartoffelrosen kann ein Muffin-Backblech oder Muffin-Backförmchen verwendet werden. Die Kartoffelscheiben nacheinander in jede Form legen. Am Rand der Form beginnen und langsam spiralförmig zur Mitte der Rose hin drehen. Beim Anordnen der „Blütenblätter“ die dünneren Scheiben für den inneren Teil verwenden, da diese sich leichter rollen lassen. Wiederholen Sie den Vorgang für jede Kartoffelrose, bis alle Kartoffelscheiben aufgebraucht sind und mit der restlichen Öl-Gewürz-Mischung aus der zuvor verwendeten Schüssel bestreichen. Dann die Kartoffelrosen in den Ofen schieben und etwa 45 Minuten backen, bis sie an den Rändern goldbraun sind. Die Kartoffelrosen etwas abkühlen lassen und vorsichtig vor dem Servieren aus den Förmchen lösen. Gegebenenfalls mit etwas Rosmarin, Schnittlauch oder Petersilie bestreuen. Gesunde Osterideen Hülsenfrüchte sind voller Protein, erfüllen in Rezepten gern auch Funktionen von Eiern und sind eine gesunde Alternative zu Ostern. die man gekonnt in Szene setzen kann. Hier einige Inspirationen: Falafel sind ein beliebter Mittelmeer-Snack, der sich wie kleine Eier formen und leuchtend bunt färben lässt, zum Beispiel pink mit Roter Bete oder gelb mit Kurkuma. Eine tolle Idee ist auch Kichererbsen-Omelett, in Italien bekannt als Farinata – das Gegenstück zur Frittata. Mit Spargel schmeckt das richtig nach Frühling. Auch der Hefezopf darf auf dem Osterbuffet nicht fehlen. Dank Aquafaba ist auch dieses Rezept rein pflanzlich. Aquafaba ist Kichererbsenwasser und lässt sich wie Eiweiß zu Schnee schlagen. P. Alansi / ots Foto: ots/ Theofano Vetouli 16
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