RevierSport | Sonderausgabe Aufstieg FC Schalke 04

TRENDWENDE IN DER KIELER KÄLTE Es war so kalt an der Ostseeküste, dass die Kieler Förde teilweise gefroren war und sich an den Straßenrändern die Schneeberge türmten. Dem FC Schalke 04 brachte diese Kälte Glück. Die Königsblauen gewannen bei Holstein Kiel mit 2:1 (2:0), schafften nach fünf sieglosen Spielen in Folge die Trendwende. Nach sehr guter erster Hälfte und einer Zitter-Halbzeit gab es eine Belohnung: die Rückkehr an die Spitze. Es war das erste Hopp-oder-TopSpiel der Saison: Hätten die Schalker nicht gewonnen, wären sie nur wenige Wochen nach der Herbstmeisterschaft aus den Aufstiegsrängen gepurzelt. Von der ersten Sekunde an ließen die Schalker keinen Zweifel daran aufkommen, wer um den Aufstieg spielt und wer den Abstieg in die 3. Liga fürchten muss. Ihnen gelang vor der Pause der dominanteste Auftritt in dieser Saison. Angetrieben vom agilen Aouchiche kamen sie zu etlichen Abschlüssen und erzielten in der ersten Hälfte zwei Tore, beide fielen nach Aouchiche-Ecken. In der 16. Minute verlängerte Timo Becker den Ball per Kopf, Edin Dzeko legte fein vor und Kenan Karaman erzielte aus kurzer Distanz sein achtes Saisontor. Rund eine Viertelstunde später sah das fast genauso aus: Aouchiche schlug eine Ecke in die Mitte, Dzeko verlängerte per Kopf, Hasan Kurucay vollendete. Nur Grund zur Freude bei S04? So dominant sie im ausverkauften Holstein-Stadion auch auftraten: Sie profitierten davon, dass die Kieler in jeder Sekunde eine große Unsicherheit ausstrahlten. Selten traute sich ein Kieler eine mutige Aktion zu, mit dem Schalker Pressing kamen sie gar nicht klar. Nur einmal hatten sie die Chance, ins Spiel zurückzukehren. Beim Pausenpfiff jubelten die Schalker. Kiel wirkte in der zweiten Halbzeit wie ausgewechselt, gestalteten das Spiel gegen den S04-Verwaltungs-Modus ausgeglichen. Doch trotz der Kieler Verbesserung sah es zunächst nicht danach aus, als würden sie noch einmal ins Spiel zurückkehren können. Dass dies doch passierte, lag an einem dicken Bock von Ron Schallenberg. Der kam im eigenen Strafraum im Zweikampf mit Jonas Therkelsen zu spät - Foul, Elfmeter. David Zec verkürzte auf 1:2, es wurde wieder spannend. Was in der ersten Hälfte niemand für möglich gehalten hatte: Beide Teams bekamen ihre Chancen, Kiel war dem Ausgleich aber deutlich näher als Schalke der Entscheidung. Die erste dicke Möglichkeit hatte Karaman, der nach einem Aouchiche-Pass den Ball in aussichtsreicher Position verstolperte. Dann drückte Kiel und wollte davon profitieren, dass S04Torwart Loris Karius in die tiefstehende Sonne schauen musste. Jede Kieler Ecke war gefährlich, in der 74. Minute war Karius nach Ivan Nekics Torschuss bereits geschlagen. Doch Kurucay klärte vor der Torlinie. Es begann eine heiße Schlussphase bei minus zwei Grad. Kiel warf alles nach vorn, die Schalker versuchten, mit sämtlichen Tricks des Fußballsports die drei Punkte zu retten. Und das gelang: Schalke gewann, die Fans riefen „Spitzenreiter“. 22. SPIELTAG: HOLSTEIN KIEL - S04 1:2 Die Erleichterung nach dem Sieg ist den Schalkern anzusehen. FOTO: FIRO HOLSTEIN KIEL: Krumrey - Nekic, Zec, Ivezic (84. Marcus Müller) - Rosenboom (84. Niehoff), Meffert, Kelati, Tolkin - Kapralik (58. Jakupovic), Therkelsen - Harres FC SCHALKE 04: Karius - Becker (46. Ayhan), Katic, Kurucay, Ndiaye - El-Faouzi, Schallenberg - Ljubicic (79. Sylla), Karaman (84. Bachmann), Aouchiche (84. Sanchez) - Dzeko TORE: 0:1 Karaman (16.), 0:2 Kurucay (29.), 1:2 Zec (55., Elfm.) ZUSCHAUER: 15.034 SCHIEDSR.: Florian Lechner AUFSTELLUNG TABELLE – 22. SPIELTAG 1. FC Schalke 04 43 28-17 2. SV Darmstadt 98 42 42-24 3. SV 07 Elversberg 41 39-24 4. Hannover 96 41 41-30 5. SC Paderborn 07 40 33-24 6. Hertha BSC Berlin 34 30-23 7. 1. FC Kaiserslautern 34 36-31 8. 1. FC Nürnberg 29 29-31 9. VfL Bochum 28 30-27 10. Arminia Bielefeld 27 35-30 11. Karlsruher SC 27 31-42 12. Fortuna Düsseldorf 25 20-31 13. Eintracht Braunschweig 25 25-37 14. Holstein Kiel 24 27-31 15. Preußen Münster 23 25-32 16. 1. FC Magdeburg 23 31-39 17. Dynamo Dresden 21 32-40 18. SpVgg Greuther Fürth 19 32-53 Reisezeit ist Sonnenbrillenzeit! Inh. Anke Exler e.Kfr. Hochstraße 8 • 46236 Bottrop 02041 16 77 16 • dr-tiesmeyer.de SONNENBRILLENkomplett in Ihrer Sehstärke alsEinstärkenbrille ab 179 € alsGleitsichtbrille ab 299 € FAHRRADBRILLENkomplett in Ihrer Sehstärke für die Ferne ab 249 € alsGleitsichtbrille ab 379 € z. B. von

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